Schulpastoral – Kirche und Schule

Jubiläum der Erklärung „Schulpastoral – der Dienst der Kirche an den Menschen im Handlungsfeld Schule“

Ein Bildungskongress, eine Jubiläumsfeier und eine Bundesfachtagung
20-jähriges Jubiläum – 14.11. - 17. November 2016

„Es ist ungewöhnlich, das zwanzigste Jubiläum einer Bischöflichen Erklärung zu feiern. Es ist jedoch richtig, die Wirkungsgeschichte an diesem Nachmittag in den Blick zu nehmen und festzustellen, dass die Schulpastoral einen wichtigen Dienst der Kirche bei den Menschen in der Schule leistet und gerade deshalb stark nachgefragt ist. Hier kommt die gemeinsame Verantwortung für eine individuelle und gesellschaftliche Mitgestaltung heute zum Ausdruck“.


Schulseelsorger*innen und Jugendarbeiter*innen begegnen sich interessiert

Die drei Fachtagungen Schulpastoral haben im laufenden Schuljahr den Schwerpunkt „Kirchliche Jugendarbeit“. Am 27. Oktober 2016 begegneten sich Schulseelsorger*innen und Mitarbeiter*innen der Kirchlichen Jugendarbeit im Foyer des Jugend- und Tagungszhauses Wernau. Alle Beteiligten waren überrascht von den vielfältigen Ansätzen für die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit. Kontaktdaten ausgetauscht und konkrete Projekte in den Blick genommen. In einigen Gesprächen wurden innovative Ideen für gemeinsame Aktivitäten entwickelt.

Zuvor hatte Dominik Nawratil, Referent der Fachstelle Jugendarbeit und Schule des BDKJ im Bischöflichen Jugendamt der Diözese in einem anregenden Vortrag die Strukturen, Ziele und Formen kirchlicher Jugendarbeit dargestellt und sich auf Gelingensbedingungen der Zusammenarbeit von Jugendarbeit und Schule bezogen.

Der Nachmittag des Fachtages war durch Workshops von Schulseelsorger*innen zu vielfältigen schulpastoralen praktizierten Angeboten angereichert: Angebote im Rahmen der Ganztagesschule, multikulturelle und religionssensible Initiativen an Schulen, seelsorgerliche Gespräche an Schulen, schulpastorale Projekte, die sich aus dem Religionsunterricht heraus ergeben und auf Angebote für Flüchtlingskinder und -jugendliche ausgerichtet sind und ein Kooperationsprojekt der Schulseelsorge mit der KJG (Katholische Junge Gemeinde, ein Jugendverband im BDKJ) zum Thema „Ein gnädiger Gott – und wie gnädig bin ich?“.

Zwei weitere Fachtagungen Schulpastoral folgen am 1. Dezember 2016 im Christkönigshaus in Stuttgart und am 31. Januar 2017 im Haus im Park in Ludwigsburg-Hoheneck.


Sich miteinander auf den Lernweg begeben

Gespannt auf die schulpastoralen Weggefährten der kommenden drei Jahre begegneten sich die fünfzehn Teilnehmerinnen und zwei Teilnehmer der Weiterbildung  Schulpastoral 2016-2019 erstmalig Ende September beim ersten Kursmodul. Ein intensiver Austausch über die eigene Biografie und Glaubensgeschichte in Verbindung mit der je eigenen Motivation, mit, bei und für Menschen in der Schule da zu sein, begleitete das Kennenlernen. Die Konzepte und Rahmenbedingungen schulpastoralen Handelns in der Diözese waren in diesen Tagen ebenso Thema wie das Austausch von konkreten Projektideen und die Bildung von Supervisionsgruppen.

Im kommenden Jahr wird die dreijährige Weiterbildung erstmals in Kooperation mit dem Referat Schulseelsorge der Evangelischen Landeskirche durchgeführt werden. Teilnehmen können ökumenische Tandems, die an einer konkreten Schule gemeinsam die Schulseelsorge/Schulpastoral aufbauen bzw. weiter entwickeln wollen.

Der Informationsnachmittag findet am 5. Dezember 2016 im PTZ in Stuttgart-Birkach statt. Bewerbungsschluss ist der 23. Januar 2017.


Vertrauen, dass die Saat aufgeht

Feierlich wurden am 16. September 2016 in der Kapelle des Martinihauses (Musisches Internat in Rottenburg) vier Schulseelsorgerinnen und drei Schulseelsorger beauftragt und ausgesendet. Domkapitular Monsignore Paul Hildebrand ermutigte dazu, beim pastoralen Handeln an Schulen aufmerksam zu bleiben für die sich vielfach vermehrende Saat. Wichtig sei neben den Erfahrungen des Misslingens und der Widerstände das Vertrauen nicht zu verlieren, dass letztendlich mehr Saat aufgehe als verderbe. Ordinariatsrätin Ute Augustyniak-Dürr sensibilisierte für die innere Dynamik zwischen Ruhe und Bewegung als Grundvollzug menschlichen Lebens und pastoralen Arbeitens. Mit der Beauftragung und Aussendung der neuen Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger entwickeln sich nun auf der Basis von Kooperationsvereinbarungen mit Schulleitungen an 56 Schulen vielfältige Initiativen der inner- und außerschulischen pastoralen Netzwerkarbeit sowie schulpastorale Angebote und Projekte weiter.


Gemeinsamer Auftakt für neue Dekanatsbeauftragte Schulpastoral / Kirche und Schule

Ordinariatsrätin Augustyniak-Dürr mit den Dekanatsbeauftragten und Mitgliedern des AK Kirche und Schule

In den Dekanaten Allgäu-Oberschwaben (Silke Saile), Balingen (Andreas Schwarz), Freudenstadt (Christina Rehberg), Geislingen-Göppingen (Georg Lehnert), Ludwigsburg (Michael Friedmann) und Ostalb (Ulrike Balle-Grünbaum) haben die Dekanatsbeauftragten begonnen, die zahlreichen Beteiligten und die vielfältigen Kooperation Kirche und Schule miteinander in Kontakt zu bringen. Bei einer Auftaktveranstaltung wurde am 16. September 2016 im Johann Baptist Hirscherhaus in Rottenburg deutlich, wie vielfältig die Bezüge der Dekanatsbeauftragten sind: von der Kirchenmusik über die Hospizarbeit bis hin zu vielfältigsten Erfahrungen in der Beratung und Begleitung von Kirchengemeinden und Lehrerkollegien kam eine große Bandbreite pastoraler Erfahrungen zum Vorschein, die in der Gruppe aller Dekanatsbeauftragten angefragt und genutzt werden wird.

Für alle Dekanat, in denen bislang keine Dekanatsbeauftragten Schulpastoral / Kirche und Schule tätig ist, besteht im Rahmen der Modellphase Schulpastoral bis zum 31. Dezember 2016 letztmals die Gelegenheit, einen entsprechenden Antrag zu stellen.


Große Vielfalt im Fortbildungsprogramm 2016/2017

Die Kooperationen mit der evangelischen Schulseelsorge, mit der Fachstelle Jugend und Schule des BDKJ und mit dem Institut für Fort- und Weiterbildung bereichern das Programm.

Drei Fachtage Schulpastoral, ein Grund- und ein Aufbaukurs zum zielorientierten Kurzgespräch in Seelsorge und Beratung, Seminare zu Räumen der Stille und zu Ritualen in der Schule, eine Tagung zur Verschwiegenheit, zum Seelsorgegeheimnis und zum Zeugnisverweigerungsrecht im Kontext seelsorgerlicher Gesprächen sowie ein ökumenischer Supervisionstag für Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger halten ein reichhaltiges Angebote für alle Interessierten bereit.

Bundesweit erstmalig wird unter ökumenischer Leitung eine dreijährige Weiterbildung Schulpastoral/ Schulseelsorge 2017-2020 beginnen. Ökumenische Tandems können sich am 5. Dezember 2016 informieren und bis zum 23. Januar 2017 bewerben.


Neue Mitarbeiterin im Referat Schulpastoral

Im Juli 2016 hat Gemeindereferentin Annette Steck ihre Tätigkeit in der Hauptabteilung IX – Schulen und der Modellphase Schulpastoral 2015-2020 aufgenommen.

Im kommenden Schuljahr ist sie zuständig für die Förderprogramme „Kirche und Schule im Kontakt“ und „Räume der Stille“. Außerdem wird sie im Tagungsmanagement mitarbeiten und in Kooperation mit dem Institut für Fort- und Weiterbildung den Grundkurs „Das zielrorientierte Kurszgespräch in Seelsorge und Beratung“ leiten.


Neue Fördermöglichkeiten für Tage der Orientierung und Orientierungstage

Tage der Orientierung bringen für viele Schülerinnen und Schülern einen Mehrwert Leben und Glauben mit sich. Im Rahmen der Modellphase Schulpastoral 2015-2020 sollen zum einen mehr Jugendlichen eine Teilnahme an diesen außerschulischen Angeboten ermöglicht und zum anderen die Kooperation zwischen der kirchlichen Jugendarbeit und den Schulen ausgebaut werden.

Deswegen wurde in Kooperation zwischen der Hauptabteilung Schulen und den BDKJ/Bischöflichen Jugendamt eine neue Fördermöglichkeit geschaffen. Danach können öffentliche Schulen Zuschüsse bei mehrtägigen TdOs pro Person bis zu 10 EUR und bei eintägigen Orientierungstagen bis zu 5 EUR beantragen.

Für das Jahr 2016 können Anträge (auch rückwirkend für den 01.01.) bis zum 15.04.2016 schriftlich gestellt werden. Ab 2017 wird die Antragsfrist auf den 20. Januar eines jeden Kalenderjahres festgelegt.


Kirche und Schule als Partner

Am Ende eines dreijährigen Kooperationsprojektes, in dem viele neue Wege in der Kooperation zwischen Schulen und Kirchengemeinden begangen wurden und 40 neue Projekte in Gang gekommen sind, steht die Dokumentation Kirche und Schule als Partner. Sie hält neben einer Auswertung der Erfahrungen aus acht Dekanaten zahlreiche konkrete Projektbeschreibungen zur Anregung für die eigene Praxis bereit.

Kirche und Schule als Partner
Dokumentation des Projekts Kirche und Schule in der Diözese Rottenburg-Stuttgart 2012-2015
herausgegeben vom Referat Schulpastoral der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Rottenburg 2015, 83 Seiten


Zusatzqualifikation Schulpastoral 2016 - 2017 gestartet

Erstmals wird in Kooperation zwischen dem Institut für Fort- und Weiterbildung und dem Referat Schulpastoral eine eineinhalbjährige Zusatzqualifikation Schulpastoral für pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeboten. Alle Schularten sind vertreten und damit viele Lebenswelten, Alters- und Zielgruppen und die Frage: Wie können wir an diesen Schulen Kirche für die Menschen sein? An zehn Schulstandorten wurden beim ersten Kursmodul die bestehende Angebote und mögliche neue Projekt in den Blick genommen.


Initiativen mit Flüchtlingen an Schulen

Religionsunterricht und Schulpastoral entwickeln Angebote für Flüchtlinge und Migranten. Der Bereich Praxisfelder/Initiativen für Flüchtlinge stellt gelungene Beispiele als Anregung für Projekte an der eigenen Schule vor. Aktuell zwei Berichte vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Filderstadt und von der Laura-Schradin-Schule Reutlingen.